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Journal № 17 · Routen-Guide · Italien

Mit dem Zug durch Italien

Von Mailand bis Neapel — fünf Stationen, die das Herz Italiens entlang der Schienen erschließen.

8 Min. Lesezeit

Bahnhof von Manarola in den Cinque Terre an der ligurischen Küste

Italien lässt sich am besten im Rhythmus der Schienen erleben. Die Hochgeschwindigkeitszüge der Trenitalia verbinden die Großstädte in wenigen Stunden, während Regionalbahnen durch die Toskana schlängeln und an der ligurischen Küste entlangfahren. Eine Reise von Mailand nach Neapel führt durch fünf Welten: die elegante Modehauptstadt, das wasserumspülte Venedig, die Renaissance-Stadt Florenz, das antike Rom und schließlich das lebendige Neapel am Fuße des Vesuvs.

1 · Mailand – Eleganter Start an der Piazza del Duomo

Zwei Tage in Mailand sind der perfekte Auftakt. Der Bahnhof Milano Centrale ist selbst ein Monument aus Marmor und Stahl. Der Dom, das Castello Sforzesco und das Viertel Brera zeigen eine Stadt, die Mode, Design und Geschichte gleichermaßen ernst nimmt. Abends lohnt sich ein Aperitivo am Navigli-Kanal.

2 · Venedig – Ankunft auf dem Wasser

Der Zug endet direkt am Canal Grande: Bahnhof Venezia Santa Lucia ist einer der schönsten Europas. Von hier aus erkundet man die Stadt zu Fuß oder per Vaporetto. Markusplatz, Dogenpalast und die Rialtobrücke gehören zum Pflichtprogramm, doch die kleinen Gassen von Cannaregio zeigen das echte Venedig. Mindestens zwei volle Tage einplanen.

3 · Florenz – Die Wiege der Renaissance

Per Frecciarossa erreicht man Florenz in knapp zwei Stunden. Der Bahnhof Santa Maria Novella liegt fußläufig zum Dom, der Uffizien-Galerie und der Ponte Vecchio. Florenz ist kompakt: Alles liegt innerhalb von zwanzig Minuten. Ein Besuch bei der Accademia, wo Michelangelos David steht, und ein Abend am Piazzale Michelangelo mit Blick über die Stadt sind unverzichtbar.

4 · Rom – Die Ewige Stadt

Rom braucht Zeit — mindestens drei Tage. Der Zug hält am Bahnhof Termini, von wo aus die U-Bahn zu allen Sehenswürdigkeiten führt. Kolosseum, Forum Romanum, Petersdom und die Spanische Treppe sind die Klassiker. Wer früh aufsteht, hat das Forum für sich allein; wer abends unterwegs ist, entdeckt Trastevere mit seinen Osterien und beleuchteten Gassen.

5 · Neapel – Lebendiges Finale am Vesuv

Die letzte Etappe führt nach Neapel, knapp eine Stunde von Rom entfernt. Die Stadt ist laut, herzlich und unvergleichlich. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, das Königspalast und die Küste von Posillipo bieten Kontraste. Von hier aus fährt die Circumvesuviana nach Pompeji und Herculaneum — ein Ausflug in die Antike, der das Reiseerlebnis perfekt abschließt.

Gut zu wissen

  • Italien-Pass oder Frecciarossa-Tickets im Voraus buchen, um zu sparen
  • In Venedig keine schweren Koffer mitnehmen — Brücken und Treppen überfordern schnell
  • In Neapel den Espresso stehend an der Bar trinken — so gehört er zur Tradition

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