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Journal № 18 · Routen-Guide · Toskana

Die beste Reiseroute für die Toskana

Sieben Tage zwischen Renaissance, Hügeln und Wein — fünf Stationen, die die Toskana erzählen.

8 Min. Lesezeit

Goldene Hügel und Zypressen im Val d'Orcia im Herbst

Die Toskana ist kein Landstrich, sondern ein Gefühl. Die sanften Hügel, die Zypressenalleen, die ausgedehnten Weinberge und die Städte aus Stein haben eine Landschaft geschaffen, die zum Inbegriff Italiens wurde. Eine Woche reicht, um das Herz der Region zu erfassen: von der Kunstflorenz über das mittelalterliche Siena bis zu den weiten Feldern des Val d'Orcia und den Stadtmauern von Lucca. Ein Mietwagen ist der Schlüssel — denn die schönsten Momente entstehen zwischen den Orten, auf schmalen Landstraßen und an Aussichtspunkten, die kein Reiseführer kennt.

1 · Florenz – Zwei Tage in der Wiege der Renaissance

Florenz verdient mindestens zwei volle Tage. Der Dom mit Brunelleschis Kuppel, die Uffizien mit Botticellis Geburt der Venus und die Accademia mit Michelangelos David sind unverzichtbar. Doch Florenz zeigt sich am schönsten in den frühen Morgenstunden, wenn die Ponte Vecchio noch leer ist und das Licht sanft auf den Arno fällt. Ein Abend am Piazzale Michelangelo mit Blick über die Stadt gehört zum Pflichtprogramm.

2 · Siena – Mittelalterliches Herz der Toskana

Eine knappe Stunde südlich von Florenz liegt Siena, die Stadt der Contraden. Der schiefe Piazza del Campo, umgeben von Ziegelstein-Gebäuden, ist einer der schönsten Plätze Europas. Die Streifenfassade des Doms und die verwinkelten Gassen des Stadtzentrums zeigen ein mittelalterliches Lebensgefühl, das sich in den kleinen Osterien fortsetzt. Ein Tag reicht für die Highlights.

3 · San Gimignano – Die Stadt der Türme

Zwischen Florenz und Siena erhebt sich San Gimignano über den Weinbergen. Die skylineartigen Türme aus dem 12. und 13. Jahrhundert machen die Stadt zu einem einzigartigen Anblick. Die Altstadt ist Fußgängerzone, und von den höchsten Türmen bietet sich ein Panorama über die umliegenden Hügel. Die Weinkeller in der Stadt verkosten den berühmten Vernaccia.

4 · Val d'Orcia – Die Landschaft als Reiseziel

Südlich von Siena öffnet sich das Val d'Orcia, das UNESCO-Welterbe und vielleicht die bekannteste Landschaft der Toskana. Zwischen Pienza, Montepulciano und Bagno Vignoni warten Zypressenalleen, goldene Weizenfelder und Thermalquellen. Hier lohnt sich ein langsamer Tag: eine Fahrt über die Crete Senesi, ein Picknick bei einer Weinkellerei und der Blick von der Via Cassia auf die welligen Hügel.

5 · Lucca – Ruhiges Finale hinter Stadtmauern

Die letzten Tage gehören Lucca, einer der ruhigsten Städte der Toskana. Die vollständig erhaltenen Renaissance-Stadtmauern sind heute ein Park, auf dem man Fahrrad fahren oder spazieren gehen kann. Das Stadtzentrum mit dem ovalen Platz auf dem ehemaligen Amphitheater, dem Guinigi-Turm mit seinem Garten auf dem Dach und den kleinen Cafés an der Piazza San Michele zeigen eine Stadt, die sich Zeit nimmt.

Gut zu wissen

  • Mietwagen in Florenz am Stadtrand nehmen, nicht im Zentrum — die ZTL-Zone ist streng kontrolliert
  • Vernaccia di San Gimignano und Vino Nobile di Montepulciano direkt bei den Produzenten probieren
  • Früh aufstehen in Florenz und Siena — die Städte gehören dann den Einheimischen

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